Donnerstag, 20. November 2008

Galaxievision

Samstagabend lief auf Pro 7 "Uri Geller live - Ufos & Aliens: Das unglaubliche TV-Experiment". In dieser dreistündigen Sendung versuchte Geller, live mit Außerirdischen Kontakt aufzunehmen. Doch niemand antwortete. Das ist der Beweis: Es gibt da draußen im All intelligentes Leben. Stefan Gödde und Uri Geller zu ignorieren ist ein eindeutiger Beweis von Intelligenz. Und dass die Aliens unsere läppischen aus einem ukrainischen Forschungscenter gesendeten Funkwellen nicht gleich mit einer Ladung Sigma-Strahlen beantwortet haben, um mal eben die Molekularstruktur der Erde neu zu organisieren, spricht für ihren Langmut und ihre Friedfertigkeit. Das ist doch einen schlüssige Theorie. Zumindest schlüssiger als jedes Buch von Erich von Däniken. Wenn ich meine eigene Theorie ernst nehme, muss ich allerdings leider zudem Schluss kommen, dass ich keine intelligente Lebensform bin, weil ich Uri Geller und Stefan Gödde nicht ignoriere. Ärgerlich. Aber wenigstens habe ich es gemerkt.

Vielleicht war auch alles ganz anders. Vielleicht waren einfach alle Aliens beschäftigt, weil vom übernächsten bewohnten Planeten gerade „Wetten dass... ?“ übertragen wurde. Die älteste Galaxie-Visions-Sendung im ganzen All. Blurb23X aus dem Andromedanebel wettet, dass er in zwei irdischen Femtosekunden je 4 Amerikaner aus jedem der 51 Bundesstaaten ins All entführen, ihnen einen ziemlichen Schrecken einjagen und sie unversehrt, aber mit einem Mikrosender im Knie, wieder zurückbringen kann. Das kann sich kein wabbliges Wesen vom Uranus entgehen lassen, und selbst die Schlaumeier aus dem Q-Kontinuum stehen kollektiv auf Empfang, auch wenn sie es niemals zugeben würden.

Auch hierfür habe ich Beweise. Ich habe in meinem Leben mehrere Menschen kennen gelernt, die Mikrosender im Knie hatten. Auch wenn ihnen die Regierung, die Presse und die Quacksalber im Landeskrankenhaus das nie glauben wollten.

Vielleicht, kommen wir nun also zu meiner dritten Theorie, vielleicht ist aber alles doch ganz anders. Vielleicht hat uns noch nie eine Antwort aus dem All erreicht, weil dort einfach niemand ist. Vielleicht ist das Weltall zu vergleichen mit, sagen wir mal, einer Bushaltestelle in Köln-Porz in einer November-Nacht: Ein verdammt kalter, einsamer Ort.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Welch trauriger Gedanke, das Weltall ausgerechnet mit einer Porzer Bushaltestelle zu vergleichen. Es gibt aber noch andere Theorien. Vielleicht sind ja die Galaxien voll von Planeten, in denen die Bewohner wie hier hauptsächlich damit beschäftigt sind nasebohrend irgendwelche Verblödungsprodukte zu konsumieren. OK, das war jetzt auch nicht weniger deprimierend. Aber vielleicht wird unser Planet (als gesamtes) doch noch mal nett und vernünftig.

Anonym hat gesagt…

Endlich schreibt er wieder!
Kollege Gottschalk, ich freue mich, endlich wieder Neues und Gutes von Ihnen zu lesen.
Weitermachen.
Beste Grüße

Gunther von der Weiden